Dachpotentiale - Photovoltaik, Solarthermie und Dachbegrünung

Informieren Sie sich hier, wie Sie das Potential Ihres Daches auf unterschiedliche Weise nutzen können.
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Informationen zur Solarpotenzialanalyse

Sie möchten sich über die Anschaffung einer Solaranlage informieren oder haben Fragen zu den Solarrechnern? Dann bieten wir Ihnen hier weitere Informationen. Klicken Sie zum Aufrufen der Seiten auf die kreisförmigen Symbole.

 

10 Schritte zur eigenen Solaranlage

Eine Auflistung der Schritte, die zur Anschaffung einer eigenen Solaranlage notwendig sind.

Berechnungsgrundlagen

Ein Überblick über die Berechnungsverfahren zur Solarpotenzialanalyse.

FAQ

Finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Solarpotenzialanalyse.

 

10 Schritte zur eigenen Solaranlage


1. Ergebnisse der Computerauswertung überprüfen

Die automatisierte Auswertung kann Fehler beinhalten. Der Laserscanner kann unter Umständen Details wie beispielsweise Lüftungsrohre nicht aufnehmen. In die Dachhaut plan integrierte Dachflächenfenster können ebenfalls nicht erkannt werden, wodurch die Flächenangabe in einigen Fällen Fehler aufweisen kann. Weiterhin ist zu bedenken, dass die geplante Fläche auch zukünftig verschattungsfrei bleiben sollte. Bäume und andere Gehölze können innerhalb von 20 Jahren eine beträchtliche Höhe erreichen und somit zu außerplanmäßigen Verschattungen führen. Verschattungen können ebenso durch nachträglich errichtete Bauwerke in der Nachbarschaft entstehen.

 

2. Örtliche Bauvorschriften prüfen

Eine mögliche Baugenehmigungsfreiheit für Solaranlagen regelt die Bauordnung. Anlagen auf privaten Dach- und Fassadenflächen sind in der Regel genehmigungs-/ verfahrensfrei. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Ensembles sowie einer Lage im Geltungsbereich von Denkmalbereichs-, Erhaltungs-, Gestaltungs- und Sanierungsgebietssatzungen muss eine Genehmigung eingeholt werden, bzw. sind die entsprechenden Regelungen zu beachten. Ebenso kann durch Festsetzungen in Bebauungsplänen der Bau von Solaranlagen eingeschränkt sein. Freiflächen-Solaranlagen bedürfen dagegen in den meisten Fällen einer Genehmigung. In diesen Fällen sollten die örtlichen Bauämter oder versierte Energieberater bzw. Handwerksbetriebe kontaktiert werden.

 

3. Zustand des Dachs prüfen

Vor dem Einbau einer Solarstromanlage sollte die Lebensdauer des Daches geprüft werden. Solaranlagen haben eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren. Steht in den nächsten Jahren eine Dachsanierung an, sollte diese vor dem Einbau der Solaranlage vorgenommen werden. Nicht jede Dacheindeckung eignet sich allerdings für eine Solaranlage. Bei einer dachintegrierten Solarstromanlage wird die Anlage in die Dachhaut eingearbeitet, wodurch Kosteneinsparungen im betreffenden Dachbereich möglich sind.

 

4. Kompetenten Fachbetrieb finden

In der Region finden Interessierte viele Fachfirmen für Beratung, Angebotserstellung, wirtschaftliche Bewertung und Durchführung der Installation. Einen guten Fachbetrieb erkennt man an seinen Referenzen.

 

5. Fachberatung vor Ort

Es besteht die Möglichkeit sich lokal von einem unabhängigen Energieberater informieren zu lassen. Durch diese Beratung erfahren Interessierte konkret, ob und in welchem Umfang das eigene Dach zum Ausbau einer Solaranlage geeignet ist. Vor Ort können Ertragsrechnungen vorgenommen und die Grundsätze für eine Ausschreibung festgelegt werden. Zudem können Fragen bezüglich der Statik erörtert und die Notwendigkeit eines diesbezüglichen Gutachtens geprüft werden. Des Weiteren erhält man Auskünfte über notwendige Versicherungen. Es erfolgt eine Vorstellung der Finanzierungsfragen sowie der Finanzierungsmöglichkeiten und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten werden erklärt. Da diese Art der Dienstleistung nicht kostenlos ist, sollten Sie sich zuvor nach dem Honorar erkundigen.

 

6. Angebote einholen

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, eine Solaranlage zu bauen, sollten Sie von mehreren Fachbetrieben detaillierte Angebote einholen. Man prüft alle Angebote auf Vollständigkeit und Vergleichbarkeit. Im Zweifelsfall können Sie die Angebote von einem unabhängigen Energieberater prüfen lassen.

 

7. Das A und O - eine sichere Finanzierung

Haben Sie die Kosten für die fertig installierte Anlage, ebenso wie den zu erwartenden Jahresertrag durch die Angebote ermittelt, bleibt zu klären auf welche Summe sich der Eigenanteil an der Finanzierung beläuft. Zur Finanzierung verbleibender Kosten, stehen günstige Kredite z. B. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Hierbei ist darauf zu achten, dass in der Regel vor einer Kreditzusage nicht mit dem Vorhaben begonnen werden darf. Sollte es sich bei der Planung um eine Solarwärmeanlage handeln, besteht unter Umständen die Möglichkeit einer Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Förderbedingungen sind unter www.bafa.de einsehbar.
www.bafa.de

 

8. Die Auftragserteilung

Achten Sie bei der Vergabe des Auftrages unbedingt auf die Zahlungsmodalitäten und beziehen Sie sich immer auf das zu Grunde liegende Angebot. Falls Sie mit der Solarfirma spezielle Vereinbarungen zum Ausführungstermin und/oder dem spätesten Inbetriebnahmezeitpunkt haben, sollten nicht nur diese, sondern auch die Konsequenzen bei einer Überschreitung schriftlich mit der Auftragsvergabe formuliert sein. Lassen Sie sich eine schriftliche Auftragsbestätigung geben.

 

9. Inbetriebnahme der Anlage

Der Handwerker wird nach Aufbau der Anlage die Inbetriebnahme zusammen mit dem Energieversorger durchführen. Sie erhalten ein Inbetriebnahmeprotokoll, in dem unter anderem der Zählerstand des Einspeisezählers festgehalten wird. Seit dem ersten Januar 2009 besteht für Betreiber von Solarstromanlagen eine besondere Meldepflicht als Voraussetzung für die Zahlung der Einspeisevergütung. Der Betrieb der Anlage muss mit den folgenden Daten der Bundesnetzagentur gemeldet werden: Standort der Anlage, Name des Netzbetreibers, Leistung der Anlage in Kilowatt, Tag der Inbetriebnahme.
www.bundesnetzagentur.de

 

10. Von nun an ist man Stromproduzent

Der zuständige Stromversorger wird mit dem Betreiber einen entsprechenden Vertrag schließen und den eingespeisten Strom nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vergüten. Spätestens jetzt sollten Sie der Gebäudeversicherung die Photovoltaik-Anlage als neuen Bestandteil des Gebäudes anzeigen, damit diese z. B. bei Sturmschäden abgesichert ist. Eventuell ist die Anlage aber schon über die bestehende Versicherung abgedeckt. Dazu sollten Sie sich bei Ihrem Versicherungsanbieter erkundigen. Auch in der nächsten Steuererklärung ist die Photovoltaik-Anlage zu berücksichtigen. Dies wirkt sich in der Regel positiv aus und verringert die Steuerlast. Es lohnt sich unter Umständen zu diesen Fragen eine Beratung in Anspruch zu nehmen.
 

 

Informationen zur Gründachpotenzialanalyse

Sie möchten sich über Gründächer informieren oder die Hintergründe der Potenzialberechnung erfahren? Dann bieten wir Ihnen hier weitere Informationen. Klicken Sie zum Aufrufen der Seiten auf die kreisförmigen Symbole.

 

9 Fakten zu Gründächern

Weiterführende Informationen zu Gründächern.

Berechnungsgrundlagen

Ein Überblick über die Berechnungsverfahren zur Gründachpotenzialanalyse.

FAQ

Finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Gründachpotenzialanalyse.

 

9 Fakten zu Gründächern


1. Unterschied intensive und extensive Dachbegrünung

Bei Dachbegrünungen wird unterschieden zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung. Ein extensiv begrüntes Dach ist nicht zur Nutzung bzw. regelmäßiges Betreten durch den Menschen gedacht. Die Bepflanzung wird meist sich selbst überlassen und besteht hauptsächlich aus naturnahen Pflanzengesellschaften, die relativ anspruchslos und selbsterhaltend sind. Eine Pflege und Bewässerung ist nur in der Anfangsphase nötig, um das Anwachsen zu unterstützen. Pro Jahr genügen in der Regel zwei Wartungsgänge, bei denen Abflüsse gesäubert und Baumsämlinge entfernt werden. Durch die geringe Aufbauhöhe und flache Substrattiefe kann die extensive Begrünung mit einem Neigungswinkel bis 30° bei lagerungsstabilen Substraten realisiert werden. Bei stärkerer Neigung müssen konstruktive Sicherungsmaßnahmen eingebaut werden.

Ein intensiv begrüntes Dach ist beispielsweise ein Dachgarten, der regelmäßig durch den Menschen genutzt und gepflegt wird. Durch die größere Aufbauhöhe und tiefere Substratschicht kann diese Nutzungsart nur auf Dächern mit einer Neigung bis 5° realisiert werden. Die dickere Substratschicht erlaubt es, auch mehrjährige Stauden und Gehölze einzusetzen.

 

2. Retentionsleistung

Die Retentionsleistung oder Wasserrückhaltekapazität beschreibt die Fähigkeit, auftreffendes Wasser zurückzuhalten, also den Abfluss zu reduzieren. Extensiv genutzte Gründächer können 50 bis 70 % und spezielle Retentionsdächer bis zu 80 % des Jahresniederschlages zurückhalten. Bei Starkregenereignissen sind es 30 bis 40 %. Die Retentionsleistung ist abhängig von der Dicke der Substrat- und Drainageschicht und der Dachneigung. Je flacher das Dach und je dicker die Substratschicht, desto höher ist die Retentionsleistung

 

3. Abkühlung der Umgebung

Die Abkühlungsleistung begrünter Flächen ist gegenüber nicht begrünten Flächen deutlich größer. Während auf konventionellen Dächern 95 % der eintreffenden Strahlung in Wärme umgewandelt wird, sind dies bei extensiv begrünten Dächern nur 42 %. Gleichzeitig wirkt die Verdunstung des zurück gehaltenen Wassers kühlend auf die Umgebung. Beide Vorgänge - die starke Reflexion der Strahlung und die Verdunstungskühlung - bewirken eine deutliche Reduktion der Oberflächentemperatur von begrünten Systemen. Zusätzlich verhindert die Verschattungswirkung der Vegetation das Aufheizen des unterliegenden Baumaterials des Daches bzw. der Fassade. Der Temperaturunterschid kann im Sommer auf einem bepflanzte Dach gegenüber einem nicht bepflanzten Dach bis zu 40° C betragen.

 

4. Staubbindung

Gründächer wirken wie Filter. Feinstaubpartikel bleiben an ihnen hängen und werden so aus der Luft gefiltert. Über ein Jahr kann ein extensiv genutztes Gründach pro Quadratmeter bis zu 10 g Feinstaub der Größe bis PM10 aufnehmen.

 

5. CO2-Bindung

Pflanzen nehmen das klimaschädliche Gas Kohlenstoffdioxid (CO2) auf und nutzen es im Zuge der Photosynthese zur Energiegewinnung; Gleichzeitig wird im Rahmen des photosynthese-Prozesses Sauerstoff (O2) frei. Damit trägt eine Gebäudebegrünung zur Verbesserung der Luftqualität bei und liefert einen Beitrag zum Klimaschutz.

 

6. Dämmende Wirkung

Ein Gründach hat eine dämmende Wirkung auf das darunter liegende Gebäude. Im Winter sind die Wärmeverluste eines begrünten Daches bis zu 19 % geringer als bei einem nicht begrünten Flachdach. Im Sommer verhindert das Gründach ein starkes Aufheizen des Dachgeschosses. Dadurch schützt es gleichzeitig die Dachkonstruktion vor starken Temperaturschwankungen und  erhöht so die Haltbarkeit.

 

7. Gründächer sind Lebensraum

Gründächer bieten Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Neben Parks und Gärten stellen auch Dachbegrünungen wertvolle (Ersatz-)Lebensräume in ansonsten stark versiegelten Gebieten für verschiedene Tierarten dar. Insbesondere extensive Dachbegrünungen, die naturbelassen und pflegearm sind, bieten wichtige Rückzugsräume für Tier- und Pflanzenarten. Vor allem Insekten und Vögel finden hier Nahrung und Unterschlupf. Eine Vielzahl von Kleinstlebewesen, die sich zudem auf Gründächern und Fassaden ansiedelt, tragen durch ihre Lebensweise zum Abbau von Schadstoffen bei.Je diverser die Mischung der Pflanzenarten auf einer Grünfläche ist, desto größer ist der Nutzen der Begrünung im Hinblick auf die Biodiversität aber auch auf die anderen Effekte wie Luftreinhaltung oder Abkühlungsleistung. Im Kontext der aktuellen Diskussion über das Bienensterben bieten besonders blühende Pflanzen Wildbienen eine Lebensgrundlage.

 

8. Kostenvorteil Gründach

Auch finanziell ergeben sich durch Gründächer Vorteile. Viele Städte und Gemeinden erkennen die Anlage eines Gründaches als Vermeidungs- oder Kompensationsmaßnahme im Kontext der Eingriffsregelung nach Baugesetzbuch an. Andere Kommunen belohnen die Wasserrückhalteleistung mit einer Reduktion der Entwässerungsgebühr. Auch eine direkte Förderung ist in einigen Städten möglich. Der Witterungsschutz, der durch die Begrünung entsteht, schützt zudem die darunter liegende Dachhaut, verlängert die Lebensdauer und senkt damit die Unterhaltungs- und Sanierungskosten.

 

9. Statik

Ein Gründach hat wegen des Cachaufbaus und des Substrates ein höheres Gewicht als ein konventionelles Dach. Die Eignung der Statik ist vor Baubeginn in jedem Fall von einem Fachunternehmen zu prüfen.

 
 

 

 

 

 

 

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